Menrad Prill | Reisemedizin
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Reisemedizin

Gesund um die Welt

Fernreisen ins tropische Ausland, Reisen in Europa, erholsamer und sorgenfreier
Urlaub – ob Trekking, Hotel, Schiffsreisen, Langzeitaufenthalt, „Last- Minute“…

 

Ihre Reise soll zur Freude und Erholung werden!

Wir beraten Sie gerne in allen reisemedizinischen Fragen. Sowohl vor,
als auch nach dem Urlaub bieten wir Ihnen eine individuelle reisemedizinische
Beratung. Speziell auf Ihr Reiseziel abgestimmt besprechen wir Infektionsrisiken,
notwendige Impfungen und andere Vorsorgemaßnahmen, wie z.B. die Durchführung
einer Malariaprophylaxe, sowie die optimale Reiseapotheke.

Gerne unterstützen wir Sie auch vor Reiseantritt bei speziellen Fragen.
Dies umfasst Fragen zu chronischen Erkrankungen (Bluthochdruck,
Blutzuckererkrankung, Asthma etc.) und Fragen zum Verhalten nach stattgehabtem
Herzinfarkt oder Fragen zum Reisen im Alter.

Da es mitunter einige Wochen dauern kann, bis der komplette Impfschutz aufgebaut ist, sollten Sie die reisemedizinische Beratung entsprechend frühzeitig in Anspruch nehmen. Vereinbaren Sie mit uns einen Beratungstermin rechtzeitig 5-6 Wochen vor Reiseantritt.

Wir sind eine staatlich zugelassene Gelbfieberimpfstelle und können somit neben den Standard- und Reiseimpfungen auch diese Impfung durchführen. Bei einer alleinigen Gelbfieberimpfung planen Sie bitte den Termin mindestens 10 Tage vor Reisebeginn.

Um Sie optimal beraten zu können, benötigen wir einige Informationen vorab. Bitte fragen Sie nach unserem Reisefragebogen vor dem Beratungstermin. Wir freuen uns auf Sie.


Unsere Praxis ist Mitglied im CRM travel-Net.

Wir sind eine zugelassene Gelbfieberimpfstelle.

Gelbfieberimpfung (anerkannte Gelbfieberimpfstelle)

Gelbfieber ist eine durch Viren ausgelöste Erkrankung, die bei nicht geimpften Personen schwere, mitunter auch tödliche Krankheitsverläufe verursachen kann. Die Übertragung erfolgt durch Stechmücken der Gattung Aedes.

Die Gelbfieberimpfung wird bei Aufenthalten in Gebieten mit Infektionsrisiko zum Schutz des Reisenden empfohlen. Es besteht aber auch in einigen Ländern eine Impfpflicht als Einreisevoraussetzung. Gelbfieber-Endemiegebiete sind das tropische Afrika und verschiedene Länder Südamerikas.

Die Impfung erfolgt mit einem Lebendimpfstoff als einmalige Impfung. Vier Wochen vor dieser Impfung und vier Wochen danach können keine anderen Lebendimpfungen (z.B. Masern, Mumps, Röteln, Varizellen) durchgeführt werden. Die Gelbfieberimpfung ist mit allen anderen Totimpfungen ohne zeitliche Intervalle kombinierbar. Es ist auf eine Unverträglichkeit oder Allergie auf im Impfstoff enthaltenes Hühnereiweiß und Antibiotika zu achten. Der Impfschutz der Gelbfieberimpfung setzt nach 10 Tagen ein und besteht dann lebenslang (Review WHO 2014). Die bisherige Regelung, dass eine Gelbfieberimpfung nach 10 Jahren wiederholt werden muss, entfällt somit. Die Impfung darf nur von hierzu ermächtigten Ärzten durchgeführt werden. Wir sind eine von den Gesundheitsbehörden zugelassenen Gelbfieber-Impfstelle.

Impfungen
Cholera

Schwere Durchfallerkrankung. Die Impfung empfiehlt sich bei Reisen in endemische/epidemische Gebiete unter einfachen Aufenthalts- bzw. Arbeitsbedingungen. Die Impfung erfolgt mit einem Totimpfstoff als Schluckimpfung.

Erwachsene und Kinder ab 6 Jahre erhalten 2 mal 1 Dosis bei einem Abstand zwischen den Einzeldosen von mindestens 1 Woche, maximal 6 Wochen.

Die durch die Impfung entstandenen Antikörper im Darm können auch eine Schutzwirkung gegen E. coli (ETEC), einem häufigen Erreger für Reisedurchfall, vermitteln.

Diphtherie

Außerhalb der westlichen Industrienationen ist die Diphtherie nach wie vor eine weit verbreitete Infektionskrankheit. In vielen tropischen und subtropischen Entwicklungsländern ist mit erhöhter Infektionsgefahr zu rechnen. Das Krankheitsbild ist sehr variabel und reicht von einer lokal beschränkten Form (Nase-, Rachen-, Kehlkopfentzündung) bis hin zu einer schweren Diphtherie mit Schädigung von Leber, Nieren, Nerven und Herzmuskel und Atemlähmung.

Geimpft wird mit einem Totimpfstoff. Empfohlen ist die Impfung für alle Personen mit fehlender oder unvollständiger Grundimmunisierung oder wenn die letzte Impfung der Grundimmunisierung oder die letzte Auffrischung länger als 10 Jahre zurück liegt.

FSME (Hirnhautentzündung

Die Impfung wirkt gegen die Frühsommer- Meningo – Enzephalitis. Dabei handelt sich um eine Virus Erkrankung die durch Zeckenstiche übertragen werden kann. Bei Aufenthalt in Risikogebieten (gemäßigte Zonen Europa und Asien, in Deutschland z.B. Baden-Württemberg, Bayern, Hessen) wird die Impfung empfohlen. Für Personen die beruflich gefährdet sind besteht ebenfalls eine STIKO Impfempfehlung. Totimpfstoff. Drei Impfungen sind zur Grundimmunisierung notwendig. Beginn der Wirksamkeit frühestens 14 Tage nach der zweiten Teilimpfung, eine Auffrischungsimpfung wird nach 3-5 Jahren empfohlen.

Gelbfieber

Eine durch Viren ausgelöste Erkrankung, die bei nicht geimpften Personen schwere, mitunter auch tödliche Krankheitsverläufe verursachen kann. Die Übertragung erfolgt durch Stechmücken der Gattung Aedes.

Die Gelbfieberimpfung wird zum einen bei Aufenthalten in Gebieten mit Infektionsrisiko zum Schutz des Reisenden empfohlen. Zum anderen besteht in einigen Ländern eine Impfpflicht als Einreisevoraussetzung. Gelbfieber-Endemiegebiete sind das tropische Afrika und Südamerika.

Die Impfung erfolgt mit einem Lebendimpfstoff als einmalige Impfung. Vier Wochen vor dieser Impfung und vier Wochen danach können keine anderen Lebendimpfungen (z.B. Masern, Mumps, Röteln, Varizellen) durchgeführt werden. Die Gelbfieberimpfung ist mit allen anderen Totimpfungen ohne zeitliche Intervalle kombinierbar. Bitte Unverträglichkeit bei Hühnereiweißallergie und Antibiotika beachten. Der Impfschutz setzt nach 10 Tagen ein und besteht lebenslang (Review WHO 2014). Die bisherige Regelung, dass eine Gelbfieberimpfung nach 10 Jahren wiederholt werden muss, entfällt somit. Wir sind eine von den Gesundheitsbehörden zugelassenen Gelbfieber-Impfstelle.

Humanes Papillomavirus (HPV)

In Deutschland erkranken derzeit jährlich ca. 6.500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Gebärmutterhalskrebs wird sehr häufig durch bestimmte Formen der humanen Papillomaviren verursacht. In mehr als 90% der bösartigen Tumoren ist HPV-DNA nachweisbar. Im Laufe ihres Lebens infizieren sich ca. 70 % der sexuell aktiven Frauen mit HPV. Die Zweifach-Impfung wird Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen. Spätestens bis zum vollendeten 18. Lebensjahr (d. h. bis zum Tag vor dem 18. Geburtstag) sollen versäumte Impfungen gegen HPV nachgeholt werden. Die Impfserie sollte vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen sein.

Echte Grippe (Influenza)

Manchmal verläuft auch die echte Grippe „nur“ wie ein grippaler Infekt, wie eine normale Erkältung – in 30 bis 50% der Erkrankungen zeigt sich jedoch ein schwerer Verlauf mit plötzlich einsetzendem Fieber, Muskel- und Gliederschmerzen, Kopfschmerz, Halsentzündung und allgemeiner Schwäche. Es kann zu Komplikationen wie einer schweren Bronchitis, Lungenentzündungen, Rippfellentzündungen, Nierenentzündungen bis hin zu Todesfällen kommen. Doch man mit einer Impfung wirksam vorbeugen.

Die Standardimpfung nach STIKO ist empfohlen für:

  • Personen über 60 Jahren
  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter Gefährdung infolge eines Grundleidens, bei beruflicher Exposition oder bei drohender Epidemie
  • Schwangere ab 2. Trimenon, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens ab 1. Trimenon

Reisemedizinische Aspekte:

Obengenannte Personen sollten bei Reisen in der jeweiligen Grippesaison sowie bei Reisen in Gebiete mit aktuellen Ausbrüchen prinzipiell geimpft sein. Ein erhöhtes Expositionsrisiko besteht z.B. auf Kreuzfahrtschiffen, längeren Bus-, Bahn- oder Flugreisen, in organisierten Touristengruppen, auf Großveranstaltungen sowie speziell für Pilger zum Haddsch. Die Impfung sollte möglichst vor Beginn der „Grippesaison“ auf der betreffenden Hemisphäre erfolgen. Auf der nördlichen Hemisphäre ist dies November-April. Auf der südlichen Mai-Oktober. Es handelt sich um einen Totimpfstoff. Eine Unverträglichkeit bei Hühnereiweißallergie und Antibiotika ist zu beachten.

Hepatitis A

Virusinfektion die durch verseuchte Nahrungsmittel z.B. rohe Muscheln, Meerestiere, Eis, Gemüse, Früchte und über Schmierinfektion (Hygienemaßnahmen beachten!) übertragen wird. Das Virus kommt weltweit vor, eine Impfung ist bis kurz vor Reiseantritt möglich und sinnvoll, da eine Impfung innerhalb von 14 Tagen zu einem 95% igen Schutz führt. Die Inkubationszeit einer Hepatitis A beträgt mindestens zwei bis vier Wochen, so ist eine Immunisierung auch bei „Last minute Reisen“ zu erwägen. Für einen langfristigen Schutz wird eine Auffrischimpfung nach 6-12 Monaten empfohlen.

Hepatitis B

Virale Leberentzündung die durch Blut-, Sexualkontakte und andere Körperflüssigkeiten übertragen werden kann. Im Gegensatz zur Hepatitis A zeigen sich häufig lange Verläufe, chronische Erkrankungen und eine dauerhafte Schädigung der Leber mit möglichen tödlichen Verläufen. In Deutschland seit 1995 Standardimpfung im Kindesalter sowie für bestimmte Berufsgruppen (medizinisches Personal). Es werden 3 Impfungen zur Grundimmunisierung benötigt, für „last minute“ Reisende steht ein Schnellimpfschema in Kombination mit Hepatitis A zur Verfügung.

Japanische Enzephalitis

Eine durch nachtaktive Mücken (Culiciden) von Haustieren (Schweine und Vögel) übertragene Virusinfektion, die manchmal zu einer Gehirnhautentzündung führen kann. Vorkommen vor allem in Asien, ländliche Regionen, Monsunzeit. Impfung mit Totimpfstoff. Zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen. Eine Empfehlung besteht vor allem für Reisende in ländliche Gebiete unter einfachen Lebensbedingungen und oder länger andauernde Reisen (> 4 Wochen).

Masern

Gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten des Menschen mit vergleichsweise hohen Raten an Komplikationen und Folgeerkrankungen. Die Viren werden durch Tröpfchen beim Sprechen, Husten oder Niesen übertragen. Eine Ansteckung kann etwa 5 Tage vor Auftreten des Hautausschlages und bis etwa 4 Tage danach erfolgen. Schwere Erkrankung mit Fieber, Schnupfen, Husten oder einer Bindehautentzündung sind möglich. Nach einigen Tagen zeigt sich meist ein typischer Hautausschlag. Häufige Komplikationen sind Mittelohrentzündungen und Lungenentzündungen, seltener Durchfälle. In einem von 1.000 bis 5.000 Fällen tritt im weiteren Verlauf der Infektion eine Gehirnentzündung (Enzephalitis) auf. In einem von 10.000 bis 100.000 Fällen tritt die subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) auf, eine seltene, tödlich verlaufende Spätfolge. Insgesamt sterben etwa 1 bis 3/1.000 Erkrankte an den Masern. Das Risiko schwerwiegender Komplikationen ist bei Kindern unter 5 Jahren und Erwachsenen über 20 Jahren erhöht.

Bei erhöhter Infektionsgefahr (z.B. Berufe im Gesundheits- und Sozialdienst, Kinderbetreuung, Reisen in Länder mit hohen Prävalenzen oder bei Ausbrüchen) ist ein Immunschutz sicherzustellen. Kinder können in diesem Fall bereits ab dem 9. (nach WHO ab dem 6.) Lebensmonat gegen Masern geimpft werden. Ungeimpfte Erwachsene erhalten mindestens eine einmalige Impfung MMR; das gilt auch für Personen ab Jahrgang 1970 mit unbekanntem oder unvollständigem Immunstatus. Zur Optimierung des Impfschutzes wird eine zweite Impfung im Mindestabstand von 4 Wochen empfohlen (STIKO 2010).

Meningokokken

Weltweit vorkommende Bakterien, die eine Gehirnhautentzündung oder eine Blutvergiftung mit schwerwiegenden Komplikationen hervorrufen können. Geimpft wird mit einem Totimpfstoff gegen verschiedene Gruppen dieser Bakterien. Es gibt verschiedene Serotypen A,B, C, W135 und Y und somit auch verschiedene Impfstoffe.

In Europa kommen hauptsächlich die Gruppe B und C vor. In Deutschland gehört die Impfung gegen Meningokokken des Typs C zu den Standardimpfungen für Kinder im 2. Lebensjahr. Eine fehlende Impfung soll bis zum 18. Geburtstag nachgeholt werden.

Seit 2013 gibt es einen modernen Proteinimpfstoff gegen den Typ B, der Kleinkinder und Säuglinge schützen soll. Die STIKO (08/2015) empfiehlt die Meningokokken-B-Impfung bislang nur als Indikationsimpfung für gesundheitlich gefährdete Personen mit angeborener oder erworbener Immundefizienz (Asplenie, HIV, Hypogammaglobulinämie, Eculizumab Therapie). Eine generelle Impfempfehlung gibt es bislang noch nicht.

Reisemedizinische Aspekte:

Bei Reisen in Risikogebiete wird ein Vierfach-Impfstoff gegen den Typ A, C, W135, und Y empfohlen.

Risikogebiete sind der „Meningitisgürtel“ – Sahelzone in Afrika, südlich der Sahara und nördlich des Äquators. In der Trockenzeit von Dezember bis Juni kommt es regelmäßig zu großen Epidemien, so dass eine Impfung besonders empfohlen ist.

Für andere Gebiete wie die Ostafrikanische Seenplatte (Tansania), Nordafrika, Naher Osten, Saudi Arabien, Asien (Nepal, Delhi) wird eine Impfung dann empfohlen, wenn ein enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung zu erwarten ist. (Langzeitaufenthalte, landestypische Unterkünfte, öffentliche Verkehrsmittel)

Saudi Arabien verlangt in der Zeit der Pilgereisen nach Mekka und Medina den Nachweis einer Meningokokken Impfung A, C; W135, Y. (Pflichtimpfung – mindestens 10 Tage vor Einreise). Ebenso gibt es in den USA, Großbritannien einige Schulen/Universitäten die eine Pflichtimpfung von Austauschschüler/Studenten verlangen.

Pneumokokken

Schwere Lungenentzündungen mit tödlichen Verläufen. Impfung empfohlen für Säuglinge und Kleinkinder bis zum vollendeten 2. Lebensjahr, sowie Standardimpfung für Personen über 60 Jahre ähnlich der Empfehlung einer Grippeimpfung. Ggf. Wiederholungsimpfungen nach 5 Jahren.

Poliomyelitis (Kinderlähmung)

Viruserkrankung die zu bleibenden Lähmungen führen kann. Meist erfolgt bereits im Kindesalter eine Grundimmunisierung. Eine routinemäßige Auffrischung nach dem 18 Lebensjahr wird nach erfolgter Grundimmunisierung und einmaliger Auffrischung nicht mehr empfohlen – es sei denn eine Reise in Polio-Endemiegebiete ist geplant oder eine unvollständige Impfung gegen Poliomyelitis ist vorliegend.

Endemieländer sind – Nigeria, Afghanistan, Pakistan, Somalia, Nigeria sowie Länder mit importierten Erkrankungsfällen – Äthiopien, Kamerun, Syrien, Irak.

Polio-Viren wurden in Israel und Brasilien im Wasser gefunden ohne dass dort aktuelle Krankheitsfälle bekannt sind (Stand 2015).

Pertussis (Keuchhusten)

Wird durch Bakterien verursacht. Der Erreger ist weltweit verbreitet und kann auch von Personen weitergegeben werden, die daran unbemerkt erkranken. In jedem Lebensalter sind harmlose bis schwere Krankheitsverläufe möglich. Für junge Säuglinge kann Keuchhusten sogar lebensbedrohlich sein. Oft lang dauernder Krankheitsverlauf bis zu Monaten und Klinikaufenthalte. Gefürchtete Komplikationen, vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern, sind Lungenentzündungen, Krampfanfälle und eine Schädigung des Gehirns. Grundimmunisierung bei Kindern. Im Erwachsenenalter wird eine einmalige Keuchhustenimpfung (als Auffrischimpfung oder Erstimpfung) empfohlen.

Röteln

Impfung meist im Kindesalter. Die STIKO empfiehlt die zweifache Rötelnimpfung für ungeimpfte Frauen im gebärfähigen Alter oder Frauen im gebärfähigen Alter mit unklarem Impfstatus. Frauen im gebärfähigen Alter, die bisher einmalig gegen Röteln geimpft worden sind, sollten eine weitere Impfung gegen Röteln erhalten. Da seit 2012 in Deutschland kein Röteln-Einzelimpfstoff mehr verfügbar ist, ist die Impfung nur noch mit einem Masern-Mumps-Röteln (MMR)-Kombinationsimpfstoff möglich. Da es sich beim MMR- und Varizellen-Impfstoffe um Lebendimpfstoffe handelt, wird ein zeitlicher Abstand von 1 Monat zur Konzeption empfohlen.

Tetanus (Wundstarrkrampf)

Ist eine gefürchtete Infektionskrankheit, die zu starken Muskelkrämpfen am ganzen Körper führt. Unbehandelt führt sie durch Atemstillstand und Herzversagen häufig zum Tod. Das Krankheitsbild wird durch den Giftstoff (Toxin) des Bakteriums verursacht. Die Dauerformen (Sporen) der Bakterien sind sehr widerstandsfähig und kommen weltweit hauptsächlich im Erdreich vor. Eine Infektion erfolgt über Kontakt mit dem Erreger an offenen und gedeckten Wunden (auch Bagatellverletzungen). Grundimmunisierung, danach Auffrischimpfung alle 10 Jahre.

Tollwut (Rabies)

Viral verursachte Erkrankung durch infizierten Speichel und Bissverletzungen (Füchse, Hunde, Katzen, Schakale, Affen, Fledermäuse). Eine Tollwuterkrankung beginnt meist uncharakteristisch. Das Virus breitet sich entlang der Nervenbahnen bis ins Gehirn fort. Wenn die Erkrankung ausbricht verläuft sie fast immer tödlich. Es gibt leider keine Behandlung einer Tollwut. Einzig lebensrettende Maßnahme ist eine sofortige Impfung nach Kontakt mit einem tollwutverdächtigen Tier. Die Grundimmunisierung beinhaltet drei Impfungen (Tag 0, Tag 7 und Tag 28) mit einer Schutzdauer von 3-5 Jahren. Ein Beginn des Schutzes ist zwei Wochen nach der dritten Impfung zu erwarten.

Typhus

Durch Salmonellen ausgelöste Durchfallerkrankung. Übertragung durch verseuchtes Trinkwasser und Nahrungsmittel (Schalentiere, Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukte). Weltweites Vorkommen, vor allem in Südamerika (Mexiko, Peru), Nord- und Zentral Afrika, Südostasien (Indien, Nepal). Schlechte Hygienebedingungen, keine Abwasserbehandlung. Impfung als Schluckimpfung, 3 Kapseln (Lebendimpfstoff, Schutzdauer 1 Jahr) oder Injektion (Totimpfstoff, Schutzdauer 3 Jahre) möglich. Immunisierung bis 10 Tage vor geplanter Reise möglich.

Windpocken (Varizellen)

Hochansteckende Infektionskrankheit, die vor allem bei Kindern vorkommt und einen juckenden Hautausschlag mit Bläschen verursacht. Bei einer erneuten Infektion oder als endogenes Rezidiv kann es zur Gürtelrose (Herpes zoster) kommen. Eine Schwangerschaft und ein geschwächtes Immunsystem zählen zu Risikofaktoren für einen komplizierten Krankheitsverlauf.

Impfung in der Regel im Alter von 11-14 und 15-23 Monaten, meist in Kombination mit Masern, Mumps, Röteln. Bei allen ungeimpften Kindern und Jugendlichen ohne Varizellen-Anamnese sollte die Varizellen-Impfung ebenfalls mit zwei Dosen nachgeholt werden. Der Mindestabstand zwischen zwei Impfungen beträgt 4 bis 6 Wochen. Bei Kindern und Jugendlichen, die bisher nur eine Varizellen-Impfung er halten haben, soll eine zweite Impfung erfolgen.